Familienratgeber

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Kinderwunsch

Wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt

Der Wunsch zu einem gemeinsamen Kind ist ein klarer Ausdruck von tiefer Zuneigung und Vertrauen zwischen zwei Menschen. Es bedeutet, dass das Paar Verantwortung für einen neuen Menschen übernehmen will und ein Teil des eigenen Daseins weitergeben will. Da diese Erfahrung so existenziell ist, wird ein unerfüllter Kinderwunsch leicht zur Belastung der Beziehung und schlimmstenfalls zu einem Tabuthema, über das im Bekanntenkreis - schlimmstenfalls auch untereinander - nicht gesprochen wird.

Kinderlosigkeit ist aber kein Schicksal, sondern ein Umstand, der unter Umständen medizinisch oder psychologisch behandelt werden kann. Ansprechpartner können Allgemeinmediziner, Gynäkologen oder spezialisierte Fachärzte sein. Natürlich ist die Medizin nicht allumfassend und kann nicht jedem kinderlosen Paar helfen, aber es gibt gute Chancen, durch eine gezielte Auseinandersetzung mit Körper und Seele den Kinderwunsch zu verwirklichen.

Gründe für das Ausbleiben einer Schwangerschaft können z. B. sein

  • Eisprung verfehlt (der Eisprung lässt sich mittels Präparaten aus der Apotheke testen oder mit dem sog. Schleimtest: während des Eisprungs ist das Scheidensekret durchsichtig und zieht Fäden)
  • Stress (auch Partnerprobleme oder zu viel Druck durch die Familie)
  • Hormonstörungen
  • Ovulationsschwierigkeiten
  • blockierte Eileiter (unterbrochen/verklebt/verengt)
  • Endometriose
  • Unfähigkeit der befruchteten Eizelle sich in der Gebärmutter einzunisten
  • Unfähigkeit eine Schwangerschaft erfolgreich zu beenden
  • Genetische Defekte
  • Das Alter. Die Fruchtbarkeit der Frau nimmt ab dem 30. Lebensjahr ab, sowohl in der Empfängnis- als auch der Gebärfähigkeit.
  • Infektion durch eine sexuell übertragbare Erkrankung wie Beispielsweise Chlamydien oder Gonorrhoe (Tripper)
  • Qualität der Spermien
  • Myome
  • Fehlgeburten
  • allgemein die Unfruchtbarkeit eines Partners

Welches Problem im konkreten Fall vorliegt, lässt sich nur durch eine professionelle Untersuchung feststellen. Danach kann die behandelnde Person auch Möglichkeiten einer medizinischen Unterstützung des Schwangerwerdens aufzeigen.