Es ist gar nicht so selten, dass Geldscheine in Hosentaschen bis zur Unkenntlichkeit mitgewaschen und getrocknet werden, dass Kleinkinder mit Geldscheinen spielen und sie zerreißen etc. oder dass ein Geldschein zum Beispiel an einer brennenden Kerze Feuer fängt. In solchen Fällen ist es gut zu wissen, dass die Bundesbank für beschädigte Euro und DM Banknoten Ersatz leistet, wenn entweder mehr als die Hälfte des Geldscheines vorgelegt wird oder nachgewiesen werden kann, dass die fehlenden Teile eines Geldscheines vernichtet wurden. Absichtlich beschädigte Banknoten allerdings ersetzt die Bundesbank nicht.
Am besten man verpackt die beschädigten Geldscheine gut auch kleinste Teile bzw. Reste (auch die Asche ) und bittet die eigene Bank oder Sparkasse, das beschädigte Geld an eine der Filialen der Bundesbank weiterzuleiten, oder man gibt es direkt bei einer Filiale ab – zusammen mit einem „Erstattungsantrag für beschädigte DM/Euro Noten“, den man im Internet unter www.bundesbank.de zum Ausfüllen herunterladen kann.
Die Filialen der Bundesbank leiten die beschädigten Banknoten dann an das nationale Analysezentrum für beschädigtes Bargeld in Mainz weiter. Dort setzt man – u. U. in wahrer Puzzlearbeit - die Scheine aus ihren Teilen wieder zusammen und kann unter dem Mikroskop selbst aus verbranntem Geld noch Rückschlüsse auf die Noten ziehen. Über 22.000 Fälle von beschädigtem Geld haben die 12 Mitarbeiter dort im vergangenen Jahr bearbeitet.
In der Regel wird bei nicht zu komplizierten Fällen nach etwa zwei Wochen der Gegenwert des beschädigten Geldes dem Einreicher gutgeschrieben – kostenlos! Die Bundesbank erhebt für die Ersatzleistung keine Gebühren.